Futterstellen

Wildtierrettung Berlin / Brandenburg

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ARTGERECHT IST NUR DIE FREIHEIT

Einrichten von Futterstellen – wie richten wir sogenannte Futterstellen ein bei entlaufenen Hunden oder verletzten Wildtieren


2 x am Tag - am besten Sonnenauf- und Untergang, da es dort am ruhigsten und somit sichersten ist immer zur gleichen Uhrzeit und immer ein und die selbe Person wird an der eingerichteten Futterstelle viel Futter direkt auf den Boden lose verteilt (keine Schüssel oder Napf bei scheuen Hunden)


Warum viel? Durch den extrem erhöhten Energiebedarf den der Hund jetzt hat und die Futterstelle ist für den Hund nur interessant wenn er wirklich satt wird. Nur dann ist sein Hauptanziehungspunkt diese Futterstelle.


Die Futterzeiten prägt er sich schnell ein und wartet/beobachten aus sicherem Abstand. Wir müssen die Futterstelle wieder zügig sofort nach dem Verteilen des Futters verlassen dass er die Futterstelle weiterhin als sicher ansieht, nur so kann man sicherstellen dass er diese Futterstelle annimmt wenn er vertrauen kann dass er selber nicht beobachtet wird, das ist ganz wichtig wenn man nach einigen Tagen eine Lebendfalle an dieser Futterstelle aufstellt. Es darf wirklich niemand mehr dort in der Nähe rumlaufen, rumstehen oder in einem Auto sitzend warten, er riecht und spürt diese für ihn „Gefahr“ noch mehrere Hundert Meter weit bis zu 1 oder mehr km wo wir Menschen uns dort aufhalten. Dafür gibt es Wildkameras die man anbringen kann.


Keinesfalls darf ein fremder Hund (gutgemeintes anlocken) mitgebracht werden, auch keine Hündin wenn der entlaufene Hund ein Rüde ist! In seinem „Überlebensmodus“ ist jeder andere Hund Gefahr - ein Feind, kein Freund!


Als Futter eignet sich alles attraktive, was es sonst nur als „heimliches Leckerlie“ gibt, stark riecht, anfangs sehr satt macht aber keine längerfristige Sättigung hat damit man 2x täglich anfüttern kann und es SOFORT AN DER FUTTERSTELLE gefressen wird und nicht weggetragen werden kann. Es darf ungesund sein, denn genau das trifft auf alle 3 Kriterien am besten zu. Bouletten, Leberwurst, Pizza, Wiener, Bockwurst, Hackfleisch, frischer Pansen, Thunfisch, Salami, Pizza, Burgerfleisch, aber auch Dosenfutter mit etwas Trockenfutter drinnen. Aber bitte KEINE Hundeleckerlies wie Kaustangen oder getrockneter Pansen etc. denn das kann er wegschleppen, er soll aber an der Futterstelle fressen


Ist die Futterstelle eingerichtet wird drum herum ein mindestens Unterarmlanger Streifen mit Spielsand verteilt oder Mehl (wenn man so viel hat) um bei der nächsten Fütterung zu überprüfen, ob der gesuchte Hund die Futterstelle besucht hat (Pfotenabdrücke) oder ein Wildtier sich satt gefressen hat. Nach jeder Fütterung wieder glätten. Die Futterstelle selber wird aber nicht gesäubert, es bleibt alles liegen was nicht angerührt wurde, es soll ja „riechen“ und anlocken.


Als Lockspray selber nimmt man einen Zerstäuber/Sprüher, dieser wird gefüllt mit z.B. Sud vom aufgetautem Pansen oder anderem stinkendem Barf oder Fleischbrühe, um die Futterstelle herum werden die daneben stehenden Bäume oder Büsche angesprüht um den  Geruch zu verbreiten.