zahme Stadtfüchse

Wildtierrettung Berlin / Brandenburg

vom Gnadenhof & Wildtierrettung Notkleintiere e. V.

www.wildtierrettung.de

ARTGERECHT IST NUR DIE FREIHEIT

Zahme Stadtfüchse – in Berlin völlig normal 

Auch tagsüber streifen Füchse durch die Stadt, nachts jagen müssen sie nicht mehr.

Die „Tische“ in den Städten sind dank dem Menschen reichlich gedeckt.

An jeder Ecke gibt es Futterangebote.

Egal ob Mülltonnen, Katzen- und Igelfutterstellen oder Ratten.

Das Futterangebot ist umfangreich.

Die im April/Mai geborenen Jungfüchse sind jetzt soweit, dass die Elterntiere sie vertreiben. Dies geschieht nicht gerade sanft und die jungen Füchse stehen nun vor der großen Herausforderung, sich alleine durchschlagen zu müssen.

Da in Berlin die Rotfüchse zu 90 % von Essensresten der Menschen leben, ist es für die Jungtiere völlig normal als erstes Hilfe beim Menschen zu suchen und nach Futter zu betteln.

Mülleimer und Mülltonnen finden sie an jeder Ecke, es werden Katzen und Igel gefüttert, der Mensch wirft Essensreste achtlos weg.

Und auch der Boden ist voll mit essbarem „Müll“. Ratten gibt es in Berlin reichlich.   

Viele Menschen füttern die Füchse auch

Von September bis November findet die Abnabelung der Jungfüchse statt.  

Die Elterntiere verjagen ihre Nachzucht und beißen sie weg aus ihrem eigenen Revier.
Nun müssen die Jungfüchse sich selber ein neues Revier suchen was für sie zunächst ein großes Problem darstellt. Viel Neues wird von ihnen verlangt. Futter- und Wasserstellen, freie Unterschlüpfe und Schlafplätze zu finden, ist eine große Herausforderung für die Jungtiere.

Insofern keine leichte Aufgabe, da es in Berlin bereits geschätzt ca. 2000 Fuchsreviere gibt.


Sind die „zahmen“ Füchse krank? Nein, sie sind völlig gesund. Sie haben gelernt, dass der Mensch ein Futtergeber ist und suchen entsprechend die Nähe zum Menschen. Seit 30 Jahren gibt es weder Tollwut noch Fuchsbandwurm, ansteckende Krankheiten, die auf den Menschen übertragen werden können, gibt es nicht mehr. Wir Menschen nehmen den Tieren mehr und mehr den Lebensraum. Nicht die Füchse drängen in unseren Lebensraum, wir in ihren.